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  • Using CT to unearth new discoveries in Schleswig Holstein’s Duvenseer Moor.

Wie CT hilft, einen rätselhaften Fund eines 10.500 Jahre alten Auerochsenschädels aufzudecken.

Juni 08, 2026

Anfang dieses Jahres hatten wir die Gelegenheit, mit der Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte Medizintechnik (Fraunhofer IMTE) sowie dem Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) an einem einzigartigen Fund innerhalb eines Auerochsen-Schädels zusammenzuarbeiten, der am ältesten bekannten Grab in Norddeutschland – dem Duvenseer Moor in Schleswig-Holstein – ausgegraben wurde.

Im Sommer 2025 entdeckte ein Forschungsteam des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) im Rahmen einer laufenden archäologischen Ausgrabung im Duvenseer Moor – einer reichen Fundstätte aus der Mesolithischen Epoche in Norddeutschland – den Schädel eines Auerochsen (eine uralte Rinderart) nur wenige Meter vom Fundort eines wichtigen Kremationsgrabes entfernt, das 2022/23 entdeckt wurde und mit über 10.500 Jahren das älteste bekannte Grab in Norddeutschland ist.

Der Fund und eine ungewöhnliche Entdeckung

Der Auerochsen-Schädel wurde von Archäologen als großer Block ins Archäologische Museum Schleswig gebracht. Dort dokumentierten Experten den Fund und entdeckten beim Entfernen eines Knochenfragments aus der Schädeldecke eine ungewöhnliche und bedeutende Besonderheit.

„Auffällig ist, dass der Lüchower Schädel nicht weiter zerlegt wurde, sondern stattdessen auf einem Holzpflock aufgespießt war..“ – Harald Lübke, Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)

Zur weiteren Untersuchung der Schädelreste kooperierte das Archäologenteam mit dem Fraunhofer IMTE. Die CT-Untersuchung wurde am Applikations- und Trainingszentrum von Comet in Hamburg mit einem Comet Yxlon FF85 CT-System durchgeführt – gemeinsam mit Forschenden des Fraunhofer IMTE. Die aufgenommenen CT-Daten wurden anschließend von Fraunhofer IMTE und LEIZA gemeinsam analysiert und vom Fraunhofer IMTE mithilfe von Dragonfly 3D World visualisiert und gerendert – wodurch neue Details des fragmentierten Schädels aufgedeckt werden konnten und ein klarer Blick auf den durch den Schädel getriebenen Kiefernholzpflock ermöglicht wurde.

Visualisierung des Auerochsenschädels, gescannt mit einem FF85 CT und gerendert mit Dragonfly 3D World.  

Hinweise auf rituelle Aktivitäten

Obwohl Auerochsen in dieser historischen Periode als Jagdbeute dokumentiert sind, deutet dieser einzigartige Fund auf einen anderen Zweck für das nahe dem Grabungsort in Schleswig-Holstein gefundene Tier hin. Aufgrund der prominenten Lage in der Nähe des Kremationsplatzes und der Tatsache, dass der Schädel nicht vollständig zerlegt wurde, sehen die Forscher die besondere Behandlung dieses Schädels als Beleg für rituelle Aktivitäten, höchstwahrscheinlich als Trophäe eines verstorbenen Jägers.

Angesichts der Größe (Auerochsenbullen konnten eine Schulterhöhe von bis zu 1,8 m erreichen) und der angenommenen aggressiven Natur dieses uralten Rindervorfahren, kann angenommen werden, dass die Jagd auf sie eine gefährliche Angelegenheit war. Lübke vermutet, dass der gesamte Fundort von ähnlichen aufgespießten Tier-Schädeln umgeben gewesen sein könnte: „Wahrscheinlich, um den Bestatteten durch ein animistisch-totemistisches Bestattungsritual zusätzlichen Schutz zu gewähren“

Wir möchten unseren Dank an die treibenden Kräfte dieses Projekts, das Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte Medizintechnik (Fraunhofer IMTE) sowie das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), aussprechen, dass sie uns die Möglichkeit gegeben haben, ihre Erkenntnisse in unserem Blog zu teilen.

Diese Zusammenarbeit und viele weitere wissenschaftliche Projekte, die Comet in den vergangenen Jahren durchgeführt hat, zeigen den Wert von CT- und Röntgentechnologie bei der Erforschung komplexer innerer Details von Proben aller Formen, Größen und Materialien – und das ganz ohne Beschädigung der Proben selbst.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie unsere CT- und Röntgensysteme Ihre Forschung unterstützen können? Klicken Sie hier: https://yxlon.comet.tech/de/industries-de/science-research

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